Hier drei Interviews (jeweils 20-30 Minuten) der amerikanischen Journalistin Paula Gloria mit Marshall Rosenberg zur Anwendung der Gewaltfreien Kommunikation in Organisationen und Unternehmen.
Teil 1
Teil 2
Teil 3
6.4.07
Interviews mit Marshall Rosenberg zu Gewaltfreier Kommunikation in Unternehmen
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Markus Sikor
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6.4.07
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Labels: Arbeitsplatz, Gewaltfreie Kommunikation, International, Marshall Rosenberg, Sozialer Wandel
1.4.07
"Prinzip Menschlichkeit" von Joachim Bauer
Joachim Bauer ist Mediziner, Psychotherapeut und in der Abteilung für Psychosomatik des Universitätsklinikums Freiburg tätig. Bauers populärwissenschaftlichen Bücher sind alle äußerst lesenswert ("Das Gedächtnis des Körpers", "Warum ich fühle, was Du fühlst.") - mit "Prinzip Menschlichkeit" hat er mich jedoch vollends begeistert!
Bauers Anliegen ist es, den sozialdarwinistischen Auswüchsen, die sich z.B. in neoliberaler Ideologie zeigen ("Der Bessere/Stärkere/Klügere wird sich durchsetzen", "Natur ist Konkurrenzkampf" etc.) ein gesundes und durch neuro- und psychologische Forschung untermauertes Menschenbild entgegenzusetzen, dass den Wert von Zuwendung, Kooperation und Menschlichkeit betont.
Bauer zeigt und belegt, dass Menschen von Kindheit an auf Zuwendung, Kooperation und Nähe ausgelegt sind und alles dafür tun (und auch ihre Aggression dafür einsetzen), um diese zu behalten bzw. zu erlangen. Wenn diese natürlichen Tendenzen (wir würden es "Bedürfnisse" nennen) des Menschen nicht genutzt und unterstützt werden (in der Hirnforschung heißt es "Use it or loose it"), dann verkümmern diese oder verschwinden ganz.
Bauers Schlussfolgerung lautet daher, dass wir in allen Bereichen menschlichen Zusammenlebens, sei es in Familien, Kindergärten oder Schulen, am Arbeitsplatz genauso wie in der Medizin das Gelingen von menschlichen Beziehungen in den Mittelpunkt der Bemühungen stellen müssen - und dem stimme ich natürlich gerne und vehement zu!
Ich persönlich halte die wissenschaftliche Fundierung von "Menschlichkeit" für hochinteressant und sehr hilfreich - auch wenn man aufpassen muss, diese Belege nicht überzubewerten. Wissenschaftliche Erkenntnisse sind immer nur solange gültig, wie sie widerlegt werden.
Aber wer wollte ernsthaft widerlegen, dass sich wahre Menschlichkeit im liebevollen und mitfühlenden Miteinander zeigt und nicht in Gegeneinander, Kampf und Krieg?
Prädikat "Unbedingt lesenswert" - hier der Link zu Amazon.
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Markus Sikor
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1.4.07
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Labels: Arbeitsplatz, Literatur, Schule / Kindergarten, Sozialer Wandel
28.1.07
Konflikte und Mobbing - Ärzte arbeiten sich krank...
"Schlimmer als die lange Arbeitszeit ist das schlechte Betriebsklima", meint ein junger, erfolgreicher Arzt im Interview mit Der ZEIT. Er schaftte seinen Absprung aus der "Tretmühle Klinik", nachdem er den Stress im Krankenhaus nicht mehr ausgehalten hat und darüber medikamentensüchtig geworden war.
Und Die ZEIT weiter:
"Viele leiden auch am Arbeitsklima in den Krankenhäusern. Gilt es als selbstverständlich, mit den Patienten freundlich umzugehen, ist im Umgang mit Kollegen offenbar das Gegenteil indiziert: Schwächen und Probleme sind unerwünscht, es wird hart und rücksichtslos kritisiert. »Da bleibt keine Zeit, kein Raum, keine Kraft, um Konflikte in Ruhe auszutragen«...".
"In einer Studie der Universität Witten/Herdecke gaben 7,1 Prozent der 296 befragten Ärzte an, »ab und zu« bis »fast täglich« gemobbt zu werden. Als Mobbing empfanden die Mediziner allerdings nur die Schikanen durch Kollegen einer ähnlichen Hierarchiestufe. Erlebten sie das Gleiche bei einem Arzt, der in der Hackordnung über ihnen stand, legten sie dies nicht als Mobbing aus. »Das ist tragisch«, sagt Monika Rieger, Mitautorin der Studie. Das bedeute nämlich, dass die Ärzte an Mobbing durch Vorgesetzte gewöhnt seien.(© DIE ZEIT, 25.01.2007 Nr. 05)
http://www.zeit.de/2007/05/M-Aerztegesundheit?page=1
Ein weiterer Hinweis darauf, dass sich die rigiden, menschenfeindlichen Hierarchiestrukturen in vielen Kliniken, begründet vor 150 Jahren im preußisch-militaristischen Deutschland, dringend ändern müssen. Es ist ja nicht so, dass es dazu an Möglichkeiten mangelte, vom Empathie-Training über Konflikt-Workshops, aber solange alle das böse Spiel mitmachen und auf die Beförderung warten... Hier sind mutige Führungskräfte und visionäre Klinikleitungen gefragt, sonst zahlen alle den Preis dafür, Ärzte, Angestellte und natürlich auch die Patienten.
21.4.06
Personalwesen und Gewaltfreie Kommunikation
Das deutsche Portal HR-Pedia (Human Ressource Pedia) ist eine öffentliche Bibliothek für Personalwesen (ähnlich Wikipedia). Der Artikel über Gewaltfreie Kommunikation dort ist lesenwert, auch wenn das Verständnis etwas oberflächlich bleibt.
http://hrpedia.springweb.org/index.php/Gewaltfreie_Kommunikation
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Markus Sikor
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21.4.06
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Labels: Arbeitsplatz, Gewaltfreie Kommunikation, Sozialer Wandel
1.3.06
Die Vorteile der Gewaltfreien Kommunikation am Arbeitsplatz
Wir werden häufig gefragt, wie man die Gewaltfreie Kommunikation in der Arbeitswelt einsetzen kann. Zuerst einmal: Effektivität und Menschlichkeit sehen wir nicht als Gegensatz - ganz im Gegenteil. Spitzenleistung, effektive Arbeit und ein florierendes Unternehmen auf Kosten der Bedürfnisse der beteiligten Menschen - das funktioniert höchstens kurzfristig und mit einem hohen Preis. Wir sind überzeugt, es geht auch anders. Dazu hier einige Hinweise aus der Praxis:
http://www.institut-sikor.de/artikel/artikel_gfk_arbeit.htm
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Markus Sikor
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Labels: Arbeitsplatz, Gewaltfreie Kommunikation, Sozialer Wandel